7. März 2020

Philosophie und Regeln

Philosophie Regeln Explosives Wing Chun KampfkunstDie inneren Künste lehren vorbehaltlose Güte und pflegen altbewährte Normen und überkommene Werte im Umgang mit Menschen. Dies gilt auch für die Kampfkünste und den durch sie realisierten inneren Kampf um die eigene Vervollkommnung.

Die Philosophie des EXPLOSIVEN-WING-CHUN verfolgt das Ziel der Förderung dieser Kung-Fu Linie nach der Tradition Dr. Leung Jan, um das Wissen und Können mit seiner tiefgründigen Philosophie zu erhalten und neu zu beleuchten.

Durch die Übertragung und Anwendung der Trainingsmethoden und Weisheiten auf den Alltag, verleiht EXPLOSIVES-WING-CHUN somit nicht nur die Fähigkeit, eine physische Auseinandersetzung erfolgreich zu bestehen, sondern dient insbesondere auch dem Erlangen einer umfangreichen körperlichen, seelischen und geistigen Sicherheit in allen Lebenslagen.

Dadurch wird das EXPLOSIVES-WING-CHUN-System ein Lebensweg – eine Lebensphilosophie, dessen Begeisterung und Faszination man sich nur schwer entziehen kann!

So ist es auch erklärbar, warum es nicht nur kampfkunstinteressierte und gesundheits-orientierte Frauen, Kinder und Erwachsene im Alter zwischen 4 und 70 Jahren aus München, sondern sogar Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen.

In Zeiten der Kommerzialisierung, die in unserer westlichen Welt leider auch deutlich im Bereich der Kampfkünste Einzug gehalten hat, wodurch Tradition und ethische Philosophie mehr und mehr verloren gehen, versucht unsere Schule dem entgegen zu wirken und jedem Menschen den ursprünglichen Geist chinesischer Kampfkunst zugänglich zu machen.

Der kommerzielle Aspekt tritt deshalb in den Hintergrund.

Hierbei achtet die Schule auf ein harmonisches, gesundes Wachstum, so dass eine „großfamiliäre“ Kung-Fu Atmosphäre gelebt werden kann.

Lassen auch Sie sich von dieser großartigen alten Lehre und Lebenskunst begeistern und erlernen Sie ein ganzheitliches EXPLOSIVES-WING-CHUN System, das der westlichen Welt noch kaum bekannt sein dürfte…

 

Traditionelle Regeln

Explosives Win Chun Regeln Shalin Schule MunchenDas tiefgründige und wahre Wissen des WING-CHUN wurde und wird in China sehr hoch geachtet und mit großer Ehrfurcht behandelt. Das wirkliche Wissen des Systems wurde ausschließlich von Generation zu Generation, oftmals nur einem ausgewählten und geheimen Kreis, übermittelt. Somit wird verständlich, das gewisse Verhaltensnormen der Schüler Grundsatz des Unterrichts sein müssen:

  1. Der WING-CHUN Meister bevorzugt die traditionelle Art der Weitergabe seiner Kunst. Für den persönlichen Fortschritt ist es hilfreich sich darauf einzustellen, dass die didaktische Lehrmethode von der vertrauten westlichen Sichtweise der Wissensvermittlung abweichen kann.
  2. Fragen und ernsthafte Bemerkungen sollten erste am Ende der Unterrichtsheinheit oder aber nach Aufforderung gestellt werden. Es gilt als äußerst unhhöflich und als Zeichen des mangelnden Respekts gegenüber dem Meister, ihn während des Unterrichts zu unterbrechen.
  3. Fragen und Diskussionen während des Unterrichts unter den Schülern müssen ebenso vermieden werden, um die Aufmerksamkeit zu gewährleisten und die Verletzungsgefahr zu minimieren.
  4. Korrektes Verhalten beginnt mit den richtigen Umgangsformen, worunter auch die Anrede des Meisters und seinen Lehrern gilt. Einen Meister mit seinem Namen anzusprechen gilt nach den traditionellen Regeln als äußert unhöflich, gar als respektslos. Daher muss dieser mit MEISTER oder SIFU, seine Lehrer mit SIHING angesprochen werden.
  5. Als Zeichen des Respekts gegenüber dem Meister und der Tradition, die er respektiert, wird er durch eine klassische Geste begrüßt. Diese ist jeweils beim Betreten und Verlassen der Unterrichtsstätte, zu Beginn und am Ende des Unterrichts, sowie nach jeder Korrektur üblich.

Schulordnung

Die Schulordnung regelt das Verhalten aller Schüler der Shaolin-Schule, innerhalb und außerhalb des Unterrichtsraumes. Sie dient als Hilfe für den Einzelnen und für die Gemeinschaft, um gegenseitigen Respekt und Mitmenschlichkeit zu gewähren.

Ihre Regeln gelten für alle Schüler und werden von allen Schülern und Lehrern anerkannt!

  1. Jeder Schüler muss pünktlich zum Unterricht erscheinen. Wenn ein Verspäten im Ausnahmefall nicht zu vermeiden war, trägt man seine Entschuldigung beim Meister, bevor der Unterrichtsraum betreten wird, vor.
  2. Sei immer hilfsbereit gegenüber Deinen Mitschülern und verhalte Dich respektvoll höher Graduierten gegenüber. Kritisiere nie andere Kampfkünste und ihre Lehrer.
  3. Übe stets nur das, was Dir gezeigt wurde und zu Deinem Unterrichtsprogramm gehört. Nach entsprechender Vorbereitungszeit und nach Zustimmung des Meisters legst Du eine Prüfung ab. Erst dann wirst Du in neue Unterrichtsprogramme unterwiesen.
  4. Trainiere nur in vorschriftsmäßiger Kleidung (Kung-Fu-Anzug) mit den dazugehörigen Graduierungsabzeichen.
  5. Verhalte Dich während des Unterrichts so, dass eine Verletzungsgefahr sowohl für Dich, als auch für andere ausgeschlossen werden kann. Hierbei ist auch das Tragen von Ketten, Armbändern, Ringen oder sonstigem Schmuck strengstens untersagt. Trainieren unter Alkohol- und Drogeneinfluss ist VERBOTEN!
  6. Wenn Du kein Lehrer der Shaolin-Schule bist, ist es Dir untersagt, (Nicht-)-Mitglieder in die Techniken der Shaolin-Schule zu einzuweihen. Beachte zudem dass Du die vermittelten Techniken nur in einer Notwehrsituation einsetzen darfst!
  7. Jeder achtet stets in sämtlichen Räumlichkeiten der Shaolin-Schule auf Ordnung und Sauberkeit.
  8. Bei einem schuldhaften Verstoß des Mitglieds gegen die Schulordnung und/oder die Trainingsordnung, können Disziplinarmaßnahmen (bis 4 Wochen Hausverbot, etc.) verhängt werden.

Die Shaolin-Schule vertritt die ehrwürdigen und respektvollen Traditionen der alten Shaolin-Meister.

Wir verhalten uns nicht wie in einem westlichen Sportverein, sondern richten uns nach den Regeln und Überlieferungen der alten Meister.

Halte Dich dementsprechend an diese Grundsätze, auch wenn sie anfänglich ungewöhnlich erscheinen mögen.

 

Kampfkunst oder Kampfsport

Kampfsport Kampfkunst Explosives Wing ChunKampfkunst ist, wie es bereits im Namen anklingt, eine Kunst und keineswegs primär eine sportliche Ertüchtigung, wie sie im Westen als Ausdruck der Körperkultur verstanden wird. Jedoch lässt sich gegenwärtig kaum noch eine in diesem Sinne authentische Kampfkunst finden.

Die tradierten Formen wurden schon lange und werden auch weiterhin verändert bzw. falsch überliefert. Alte bewährte Grundsätze werden „neu interpretiert“ und dadurch nicht selten verwässert und entwertet. Dadurch entsteht unmerklich eine neue Einschätzung von der Bedeutung der Kampfkünste, die bestimmt wird vom Wunsch zu imponieren und durch Erfolge in fragwürdigen Wettkämpfen das eigene Prestige vermeintlich zu steigern. Solche inhaltslosen Leitgedanken sind aber mit den Grundsätzen der inneren Kampfkünste nicht vereinbar.

Neben der Beherrschung des Körpers muss auch der Geist geschult und diszipliniert werden, um nicht nur den Gegner zu kontrollieren, sondern in erster Linie einen Sieg über sich selbst zu erringen und seine Persönlichkeit dadurch weiterzuentwickeln.

So verstanden impliziert der Begriff der inneren Kunst ein tiefes Einfühlungsvermögen in die Lehre, ein breites Wissensspektrum, aber auch die charakterliche Schulung, ethisches Bewusstsein und die Vertrautheit mit grundlegenden Werten und Normen. Deshalb muss die Frage erlaubt sein, wie unter diesem Aspekt Systeme zu beurteilen sind, die von ihren Anhängern bedingungslos Aggressivität im Kampf verlangen.

Das Ansehen der Kampfkünste, aber vor allem des Kampfsports gerät immer mehr in Mitleidenschaft, denn heute sind die meisten Stilrichtungen zur bloßen körperlichen Betätigung entartet. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass fast niemand diesen Sport bis ins hohe Alter betreiben kann, ohne dabei von Verletzungen oder dauerhaften Schäden beeinträchtigt zu werden. Dagegen werden Meister der inneren Kampfkünste im Laufe ihres Lebens, ohne diese unangenehmen Nebenerscheinungen, immer leistungsstärker werden.